Hast du dich schon mal gefragt, wie Toilettenpapier hergestellt wird? Es ist ein Produkt, das wir jeden Tag benutzen, aber die wenigsten wissen, was hinter der Produktion steckt. Vom Fällen der Bäume bis zur fertigen Rolle im Badezimmer ist es ein langer, energieintensiver Prozess.
In diesem Artikel vergleichen wir die Klopapier Herstellung auf herkömmliche Weise mit der Produktion von Bambus Toilettenpapier. Der Unterschied ist grösser, als du vielleicht denkst.
Herstellung von herkömmlichem Toilettenpapier
Der Grossteil des Toilettenpapiers weltweit wird aus Holzpulpe hergestellt, die aus gefällten Bäumen gewonnen wird. Dieser Prozess umfasst mehrere Schritte und ist sowohl wasser- als auch energieintensiv. Die gesamte Produktionskette, von der Forstwirtschaft bis zur fertigen Verpackung, hinterlässt einen erheblichen ökologischen Fussabdruck.
Schritt 1: Holzeinschlag
Alles beginnt in der Forstwirtschaft. Bäume, hauptsächlich Nadelbäume wie Fichten und Kiefern, werden gefällt und zur Papierfabrik transportiert. Für die Toilettenpapierproduktion werden häufig Bäume aus borealen Wäldern in Kanada, Skandinavien und Russland verwendet. Weltweit gehen täglich rund 27.000 Bäume allein für die Herstellung von Toilettenpapier verloren.
Schritt 2: Zellstoffherstellung
In der Fabrik werden die Baumstämme entrindet und in kleine Schnitzel gehackt. Diese Schnitzel werden mit Wasser und Chemikalien (vor allem Natriumhydroxid und Natriumsulfid) vermischt und unter hohem Druck und Temperatur gekocht. Dabei werden die Holzfasern vom Lignin getrennt, dem natürlichen Klebstoff, der die Fasern zusammenhält.
Das Ergebnis ist eine breiige Masse: Holzpulpe. Diese Pulpe ist braun und muss noch weiter verarbeitet werden.
Schritt 3: Bleichen
Um dem Papier seine typische weisse Farbe zu verleihen, wird die Pulpe gebleicht. Traditionell geschah das mit Chlorverbindungen. Heute verwenden die meisten Fabriken Chlordioxid (ECF-Bleiche) oder Wasserstoffperoxid (TCF-Bleiche). Trotz dieser Verbesserungen bleibt der Bleichprozess eine Belastung für die Umwelt.
Schritt 4: Papierbildung
Die gebleichte Pulpe wird mit Wasser verdünnt, bis das Gemisch zu etwa 99 Prozent aus Wasser besteht. Dieses wird über ein Sieb geleitet, wobei das Wasser abfliesst und die Fasern eine dünne Schicht bilden. Diese Schicht wird gepresst, getrocknet und auf grosse Rollen gewickelt.
Schritt 5: Kreppen und Veredlung
Damit das Toilettenpapier weich und flexibel wird, durchläuft es den sogenannten Kreppprozess. Das Papier wird gegen einen beheizten Zylinder gedrückt und anschliessend mit einer Klinge abgeschabt. Dadurch entsteht eine leicht geriffelte Struktur, die das Papier weicher macht. Danach werden die Lagen zusammengeführt (meist 2 oder 3 Lagen) und Prägemuster aufgebracht.
Schritt 6: Schneiden und Verpacken
Die grossen Mutterrollen werden in die Formate geschnitten, die du aus dem Supermarkt kennst. Die Rollen werden auf Papphülsen gewickelt und verpackt, in den meisten Fällen in Plastikfolie. Der gesamte Produktionsprozess verbraucht grosse Mengen Wasser und Energie. Für eine einzige Rolle herkömmliches Toilettenpapier werden schätzungsweise 140 Liter Wasser benötigt.
Herstellung von Bambus Toilettenpapier
Bambus Toilettenpapier durchläuft einen ähnlichen Prozess, unterscheidet sich aber in einigen entscheidenden Punkten, die es deutlich nachhaltiger machen.
Bambus als Rohstoff
Statt Bäumen wird Bambus als Rohstoff verwendet. Bambus wächst bis zu 30 Mal schneller als herkömmliche Bäume und kann bereits nach 3 bis 5 Jahren geerntet werden. Nach der Ernte wächst die Pflanze aus dem bestehenden Wurzelsystem von allein nach, ohne dass neu angepflanzt werden muss.
Möchtest du mehr darüber erfahren, warum Bambus ein so besonderer Rohstoff ist? Lies unseren Artikel über die Nachhaltigkeit von Bambus.
Mechanische Verarbeitung
Bei der Produktion von Bambus Toilettenpapier werden die Bambusfasern mechanisch verarbeitet. Es sind weniger aggressive Chemikalien nötig als bei Holzpulpe, weil die Bambusfaser von Natur aus weicher und leichter zu verarbeiten ist.
Ungebleicht oder mild gebleicht
Viele Bambus-Toilettenpapiere, darunter auch das von Bamboi, sind ungebleicht. Das erklärt die leicht bräunliche Farbe des Papiers. Durch den Verzicht auf den Bleichprozess kommen keine Chlorverbindungen oder andere schädliche Chemikalien zum Einsatz. Das Ergebnis ist ein Produkt, das besser für die Umwelt und für deine Haut ist.
Plastikfreie Verpackung
Anders als die meisten herkömmlichen Marken wird Bambus Toilettenpapier oft in Papier oder Karton statt in Plastik verpackt. Bei Bamboi sind alle Rollen einzeln in buntes Papier eingewickelt und in 100 Prozent recyceltem Karton verpackt. Wer noch mehr über die einzelnen Produktionsschritte bei Bamboi erfahren möchte, findet alle Details in unserem Artikel zum Herstellungsprozess von Bambus Toilettenpapier.
Vergleich: Herkömmliches vs. Bambus Toilettenpapier
| Aspekt | Herkömmliches Klopapier | Bambus Klopapier |
|---|---|---|
| Rohstoff | Bäume (20-50 Jahre Wachstumszeit) | Bambus (3-5 Jahre Wachstumszeit) |
| Neupflanzung nötig | Ja | Nein, wächst aus den Wurzeln nach |
| Chemikalien bei der Produktion | Viele (Bleiche, Pulpverarbeitung) | Wenige bis keine |
| Farbe | Weiss (gebleicht) | Hellbraun (ungebleicht) oder weiss |
| Verpackung | Plastik | Papier/Karton |
| CO2-Fussabdruck | Hoch | Niedrig |
| Biologisch abbaubar | Ja, aber langsamer | Ja, schneller |
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Ist Bambus Toilettenpapier weich genug?
Eine Frage, die häufig gestellt wird. Die Antwort: Ja, auf jeden Fall. Bambusfasern sind von Natur aus weicher als Holzfasern. Bambus Toilettenpapier fühlt sich mindestens genauso weich an wie herkömmliches Klopapier, oft sogar noch weicher. Bei Bamboi ist das Toilettenpapier 3-lagig und besonders weich, ideal auch für empfindliche Haut.
Mehr über die Weichheit und weitere Vorteile findest du in unserem Artikel über die Vorteile von Bambus Toilettenpapier.
Ist Bambus Toilettenpapier besser für die Kanalisation?
Bambus Toilettenpapier ist biologisch abbaubar und löst sich gut in Wasser auf. In vielen Fällen zersetzt es sich sogar schneller als herkömmliches Toilettenpapier, wodurch das Risiko von Verstopfungen sinkt. Das ist eine gute Nachricht, wenn du schon einmal mit einer verstopften Toilette durch Klopapier zu kämpfen hattest.
Warum sich der Umstieg lohnt
Mit dem Wechsel zu Bambus Toilettenpapier machst du eine kleine Veränderung mit grosser Wirkung. Du verringerst Abholzung, reduzierst chemischen Abfall und senkst deinen CO2-Fussabdruck. Und du musst dabei auf nichts verzichten: Das Papier ist genauso weich, stabil und komfortabel, wie du es gewohnt bist. Wer Bambus Toilettenpapier regelmässig benutzen möchte, kann sich auch ein praktisches Toilettenpapier Abo einrichten und muss nie wieder daran denken, nachzubestellen.
Neugierig geworden? Probiere es selbst mit einem Probierpaket von Bamboi. Oder lies mehr über den detaillierten Herstellungsprozess von Bamboi Toilettenpapier.